Ratgeber Katzen

Wenn Sie sich eine Katze ins Haus holen wollen, sollten Sie sich vorher einige Dinge überlegen.

Anschaffung 
Eine Hauskatze kann 20 Jahre alt werden, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ca. 15 Jahren. Sind Sie in der Lage, für diesen langen Zeitraum, einer Katze ein neues Zuhause zu geben?

Bedenken Sie, dass eine Katze Kosten verursacht. Da ist einmal das Futter, Katzen brauchen ihr eigenes Katzenfutter, Essensreste vom Tisch sind nicht auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmt. Dann sind da die jährlichen Impfkosten und dann kann ihr Stubentiger auch einmal erkranken und muß dann tierärztlich versorgt werden. Zusätzliche Kosten für die Unterbringung in einer Katzenpension während der Urlaubszeit oder Krankheit des Besitzers können ebenfalls hinzukommen. Fest kalkulierbar sind die Aufwendungen für die Ausstattung (Fress- und Trinknapf, Katzenklo, Spielsachen, Körbchen, Decken, Kratzbaum, usw.).

Die meisten Menschen, die sich das erste mal eine Katze anschaffen, möchten am liebsten ein ganz kleines Kätzchen. Da ist auf der einen Seite das niedliche Aussehen, man kennt das Tier von Anfang an und die Eingewöhnung an bereits vorhandene Tiere ist leichter. Es gibt dann aber auch die nicht so angenehmen Seiten, der kleine Stubentiger ist immer in Bewegung, die Blumen werden als Kletterbaum angesehen, die Gardinen sind eine so schöne Katzenschaukel und der Gang zum Katzenklo muß häufig noch geübt werden!

Eine ältere Katze ist meistens schon ruhiger, sie macht weniger Unfug und sie braucht etwas weniger Aufmerksamkeit. Dafür ist oftmals die Eingewöhnung an bereits vorhandene Tiere schwieriger.
Vieles spricht dafür, nicht nur eine, sondern gleich zwei Katzen zu nehmen. Nach Ansicht von Verhaltensforschern sind sie zu zweit glücklicher. Hat der Besitzer wenig Zeit, wird die Abwesenheit des Menschen mit einem Spielgefährten besser verkraftet.
Die nächste Überlegung ist, Freigänger oder Wohnungskatze?
Das hängt maßgeblich von der Wohnlage, dem Charakter der Katze und der Aufmerksamkeit des Besitzers ab. Ein Freigänger sollte nicht in einer Gegend mit sehr hohem Verkehrsaufkommen gehalten werden. Zur Sicherheit sollte die Katze über Nacht im Hause sein. Bei Wohnungskatzen muß für genügend Abwechslung gesorgt werden, als Berufstätiger entscheidet man sich am besten für ein Katzenpärchen. Abwechslungsreiche Gestaltung mit Kletterbäumen, Blick aus dem Fenster oder im Sommer ein mit Balkonnetzen gesicherter Balkon sorgen für Unterhaltung während der Abwesenheit des Menschen. Die tägliche gemeinsame Spielstunde mit der Katze ist ein Muß.

Eingewöhnung
Wenn die Katze in ihrem neuen Zuhause angekommen ist, zeigen sie ihr zuerst ihr Katzenklo. Bedrängen sie sie nicht und lassen sie der Katze Zeit die Wohnung oder das Haus zu erkunden.
Freigänger sollten zur Eingewöhnung mindestens 4 – 6 Wochen nur im Haus gehalten werden, damit sie sich an die neuen Menschen und die neue Umgebung gewöhnen können.

Ernährung
Ein ausgewogenes Futter selbst herzustellen ist schwierig und zeitintensiv. Einfacher ist es Fertigfutter aus dem Zoogeschäft oder aus dem Supermarkt zu nehmen. Je nach Vorliebe kann Dosenfutter und/oder Trockenfutter angeboten werden. Ein Napf mit Wasser muß immer verfügbar sein. Erwachsene Katzen sollten keine Kuhmilch bekommen, diese Milch enthält Laktose, die bei ausgewachsenen Tieren zu Durchfall führt. Im Fachhandel gibt es laktosefreie Milch für Katzen.

Zubehör
Zur Grundausstattung gehören: Futter- und Trinknapf, Katzenklo, Kratzbaum, Transportbox, Spielzeug, Bürste und Kamm.

Impfschutz
Zu den wichtigsten Impfungen gehören: Katzenschnupfen,   Katzenseuche, FIP(Infektiöse Peritonitis), FeLV(Feline Leukose) und Tollwut.
Die Grundimmunisierung besteht aus 2 Impfungen im Abstand vier Wochen, wobei die erste Impfung ab der 8. Lebenswoche erfolgen soll. Danach erfolgt eine jährliche Auffrischung.

Kastration
So niedlich wie die kleinen Kätzchen auch sind, so unerwünscht sind sie auch oft. Jährlich kommen neben den erwachsenen Katzen auch viele dieser kleinen Katzenwelpen in die Tierheime, oft in einem erbärmlichen Zustand. Die Zuwachsraten lagen in den letzten Jahren jeweils um die 10% pro Jahr. Um diesem Katzenelend vorzubeugen bitten wir jeden verantwortungsvollen Katzenhalter seine Katzen kastrieren zu lassen. Die Tierheime sind sonst bald nicht mehr in der Lage diese Katzenflut noch aufzunehmen.
Die Kastration wird ab einem Alter von 6 Monaten durchgeführt.

Wir können hier natürlich nur einen Überblick geben. Weitere Informationen finden sie in der zahlreichen Literatur über Katzen oder wenden sie sich bei Problemen an unser Tierheim. Wir sind gerne bereit ihnen nach unseren Möglichkeiten zu helfen.